Sonntag, 21. Juli 2013

Saunabesuch

Außer schwimmen gehen gibt es auch noch andere Tätigkeiten, die eine Herausforderung für mich darstellen, da der Körper noch nicht zu meinem Geschlecht passt. Insbesondere die Sauna ist hier zu nennen, da Nacktheit dort eine Notwendigkeit ist, auch wenn natürlich einige Körperteile mit Handtüchern bedeckt werden können.
Da ich aber noch nicht mit der Hormontherapie angefangen habe müsste ich Nackt natürlich noch nicht besonders auffallen. Sehr Interessant wird es dann wenn ich damit angefangen habe und die Brüste anfangen zu wachsen, da dann der Oberkörper nicht mehr zum Schambereich passt. Mein Plan für den Fall sieht vor, dass ich den Schambereich dann besonders sicher per Handtuch verdecken werde. Mindestens einmal möchte ich dann vor meiner OP in die Sauna.

Vor einigen Wochen bin ich aber schon im aktuellen Zustand in die Sauna gegangen, dabei wollte ich mich nicht als Mann verkleiden, nur um zu meinem Körper zu passen, sondern bin ganz normal als Frau dort hingegangen.
In öffentlichen Saunen gibt es meist keine Geschlechtsgetrennten Umkleiden, und meistens sind es Sammelumkleiden. In der Sauna, die ich besuchte, gab es aber zum Glück auch Einzelumkleiden, sodass ich eine solche nehmen konnte. Dort kam nach dem Umziehen ich dann im dunkelpinken Bademantel heraus und habe während der meisten Zeit auch versucht die relevanten Körperstellen zu bedecken, außer in der Sauna selbst oder beim eiskalt Baden danach.
Besondere Vorkommnisse gab es dabei erst einmal nicht, bis schließlich ein kleiner älterer Herr mich fragte, ob ich denn ein Mann oder eine Frau sei. Ich war erst überrascht, da ich dachte der hätte mich auch nackt gesehen und hätte deshalb eine offensichtliche(wenn natürlich auch Falsche) Antwort gehabt. Aber er schien das wegen der lackierten Fuß- und Fingernägel zu fragen. Also habe ich ihm erzählt das ich natürlich eine Frau bin, das der Körper aber noch nicht passt.
Er war dann ganz interessiert, ohne irgendwie angewidert zu sein oder ähnliches. Für die etwas unangenehme Situation darauf angesprochen zu werden war das also sehr angenehm.
(Auf die Frage nach meinem Geschlecht Antworte eigentlich auch nur sehr selten, meist werde ich das in der Öffentlichkeit gefragt und dann habe ich nicht den eindruck das die Leute besonders nett sind oder ähnliches. Zumal mir das meist auch sehr unangenehm ist dann. In angenehmen Situationen finde ich das dann ok und antworte natürlich auch.)
Ich werde mich schon auf meinen nächsten Saunabesuch freuen, und bin gespannt ob da auch irgendwas derartiges geschehen wird!

Donnerstag, 7. März 2013

Namensänderungen

Nachdem ich vergangene Woche Mittwoch endlich den offiziellen Bescheid zur Vornamensänderung erhielt, fand ich am Montag auch die Zeit, diese an verschiedenen offiziellen stellen vorzulegen.
Zunächst war ich dazu in der Uni beim Immatrikulationsamt. Dort wurde mir auch gleich ein Formular gegeben wo ich die Namensänderung eintragen sollte. In dem Formular war natürlich nur die Änderung des Nachnamens vorgesehen, allerdings  wurde einfach das Wort „neuer Nachname“ durch „neuer Vorname“ handschriftlich ersetzt, sodass das Formular eindeutig war. Die Person von der ich bedient wurde, wusste allerdings nicht ob sie berechtigt war, die Änderungen auch gleich im Computer vorzunehmen. Sie wollte zwar ihre Kollegen fragen, ihr schien das ganze aber ein wenig peinlich zu sein, sodass sie mich dann stattdessen eine Etage weiter geschickt hat, wo ich den ausgefüllten und bereits gestempelten Zettel abgab. Der dortige sachbearbeitende Mensch hat die Änderung des Namens dann vorgenommen. Mit der Aussage dass er soeinen Fall wie mich noch nicht bearbeitet hätte erkundigte er sich danach, welches Geschlecht er denn eintragen solle, ob das jetzt auch weiblich wäre. Das bejahte ich natürlich, auch wenn in der Geburtsurkunde erstmal noch männlich drin stehen wird für die nächsten paar Monate. Die Geschlechtsangabe ist für die Uni allerdings nur für das Abschlusszeugnis relevant, und dort auch nur für die Anrede. Und bei soetwas möchte ich nur „Frau“ dort stehen haben. Wie eigentlich in jedem anderen Fall auch. Auf meinem Studentenausweis wurde die Namensänderung dann auch handschriftlich vorgenommen und mit Unterschrift und Stempel bestätigt. Ich bin gespannt ob es bei der Fahrkartenkontrolle jemandem auffällt.

Als nächstes Stand dann ein Besuch beim Bürgeramt an, um einen neuen Personalausweis zu beantragen. Dort habe ich auch sogleich eine Nummer gezogen und dann gewartet. Als ich dran war habe ich den Namensänderungsbeschluss eingereicht. Der Sachbearbeitende wusste auch diesmal nicht alles gleich und ist dann erstmal zum Chef gegangen um zu erfragen was denn alles nötig war. Mir wurde dann gesagt dass ich auch die Geburtsurkunde brauche. Da diese natürlich noch nicht vorlag bestand allerdings die Möglichkeit den Personalausweis zu beantragen ohne die Geburtsurkunde einzureichen und dies bei der Ausgabe des Personalausweises nachzuholen. Hierbei war es dann auch relevant dass in der Geburtsurkunde das weibliche Geschlecht noch nicht eingetragen sein wird. Aber ein Geschlechtseintrag ist auf dem Personalsausweis nicht vorhanden, von daher stört mich das erstmal nicht.
Insgesamt lief die Beantragung ziemlich unproblematisch ab.

Nach der Personalausweis Beantragung war ich bei der Krankenkasse, und habe auch dort meine Namensänderung mitgeteilt. Das war dann auch ganz einfach. Dort hat der Sachbearbeitende dann scheinbar auch nicht ganz gewusst was nun alles zu tun ist, und ist unter dem Vorwand eine Kopie anfertigen zu müssen zu einem Kollegen gegangen um mal nachzufragen. Das Ergebnis war, dass die wohl einen neuen Sozialversicherungsausweis beantragen müssten weshalb sich eine neue Krankenkassenkarte um einige Wochen verzögern soll, und es wurde sich entschuldigt dafür, dass ich die Zeit dann noch die Krankenkassenkarte mit dem falschen Namen benutzen müsse. Hierbei ist der fehlerhafte Geschlechtseintrag besonders störend, da bei Ärzten oft nur der Nachname mit der Anrede zum Aufrufen im Wartezimmer verwendet wird. Ich hoffe also dass auf der neuen Krankenkassenkarte auch „weiblich“ eingespeichert wird.

So nun ist es an der Zeit auf all die vielen Ausweise zu warten. Erst nach erhalt des Personalausweises kann ich bei der Bank die Namensänderung einreichen und damit auch eine neue Bankkarte erhalten.

Montag, 24. Dezember 2012

Laserepilation

Ich habe mich vor einiger Zeit entschlossen, mir ein Weihnachtsgeschenk zu machen: Eine erste Laserepilation im Gesicht.
Bei einer Laserepilation ist das Ziel, die dauerhafte Haarentfernung, und zwar derart, dass die Haare nicht mehr nachwachsen können. Dazu wird ein Laser verwendet, die genau die Wellenlänge hat, die nur von den Haaren absorbiert wird. Die Zellen, die für Haare wachsen lassen, sollen zerstört werden. Dies lässt sich dadurch erreichen, dass sie hohen Temperaturen ausgesetzt werden, da Aminosäuren in den Zellen durch Hitze ihre Struktur verändern. Die Zellen selbst unterscheiden sich aber kaum von den Hautzellen, anders sieht es jedoch beim Haar aus. Haare haben typischerweise eine Farbe, diese Farbe wird durch den Farbstoff Melanin hervorgerufen. Der Laser hat dann also eine Wellenlänge, die genau von dem Melanin absorbiert wird, und sonst aber nicht von der Haut. Somit wird durch den Laser nur das Haar erhitzt, und ein Haar, an dessen Ende die Haarbildungszellen sind, erhitzt ebenso diese Zellen, wodurch sie dann zerstört werden. Dabei gehen auch normale Hautzellen kaputt, allerdings regenerieren sich diese wieder. Melanin ist gleichzeitig auch der Farbstoff, der für die Bräunung der Haut verantwortlich ist. Wenn also die Haut gebräunt ist, wird der Laser auch von der normalen Haut absorbiert, was noch mehr normale Hautzellen zerstört und inbesondere jene, die das Melanin an die Hautabgeben.
Deshalb ist es ideal, wenn die Haare dunkel sind, die Haut aber hell, beide Voraussetzungen sind bei mir gegeben.
Ein weiterer Aspekt ist noch, dass nur ein kleiner Teil der Haare überhaupt gerade im Wachstum ist. Das führt dazu, dass eine Behandlung nicht alle Haare erreicht, da eine Behandlung nur funktioniert, wenn auch Haare da sind, die mit den Haarkeimzellen verbunden sind. Deshalb sind mehrere Behandlungen nötig. Für ein dauerhaft zufriedenstellendes Ergebnis wird an vielen Orten von 5-6 Behandlungen gesprochen.

Also war ich vor zwei Tagen zur Laserepilation. Das funktioniert dann so, dass der Arzt eine Laserpistole in der Hand hält, an deren vorderem Ende ein ca. 1x1 cm großer Saphir ist. Dieser Saphir ist auf etwa 3° C heruntergekühlt, um die Hitze auszugleichen. Der Laserstrahl trifft dann auf einen vielleicht 5x5 mm großen Bereich gleichzeitig. Dies führt dann dazu, dass in diesem Bereich alle Haare sehr heiß werden. Ein Strahl ist dabei nur sehr kurz an, grob geschätzt irgendwas zwischen einer 1/100 bis 1/10 Sekunde. Durch die Hitze gehen einige Zellen kaputt. Dies ist dann als Schmerz spürbar. Dadurch dass nicht jedes Haar einzeln bestrahlt werden kann, sondern immer ein Bereich auf einmal, werden die Schmerzen auch deutlich stärker, je mehr Haare in dem Bereich wachsen. Am schlimmsten war bei mir der Schmerz an der Oberlippe, da dort auch hinzu kam, dass die Lippe besonders empfindlich ist. Der Schmerz war nur spürbar, in der kurzen Zeit die der Laser an wahr, an den bewachseneren Stellen lässt sich das am besten mit einem Nadelstich vergleichen. An den eher nicht so bewachsenen Stellen war es deutlich angenehmer. Insgesamt ist der Schmerz der gesamten Behandlung deutlich unangenehmer als sich ein Piercing stechen zu lassen.
Direkt nach der Behandlung lagen dann erstaunlich viele Haare auf der Haut, während und nach der Behandlung roch es nach verbrannten Haaren. Nachdem ich mich direkt beim Arzt noch ein erstes mal im Gesicht wusch, habe ich fünf Minuten später folgendes Bild gemacht:


Mittlerweile sieht es so aus:
Deutlich zu erkennen sind dabei die Hautrötungen und viele kleine Blasen auf der Haut. Ich bin gespannt wie lange es dauert, bis sich meine Haut wieder normalisiert hat. Mittlerweile ist sie ja an einigen Stellen verkrustet.
Also mal schauen was die nächsten Tage noch so bringen. :)

Sonntag, 16. Dezember 2012

1 Jahr Blog

So, heute wird dieser Blog ein Jahr alt. :)
Innerhalb dieses einen Jahres habe ich 33 Blogbeiträge veröffentlicht, das bedeutet, ich habe etwa alle anderthalb Wochen einen geschrieben. Aber nur im Durchschnitt, manchmal gabs längere Pausen, manchmal kamen zwei Einträge kurz hintereinander. Dies hängt immer davon ab wieviel Blogwürdiges ich zu berichten weiß.
Passend habe ich nun auch ein Bild von meiner neuen Jacke, die ich brauchte nachdem die vorige leider zu kaputt war. Die alte Jacke funktioniert zwar noch, aber sie sieht einfach nicht mehr gut aus.

Montag, 19. November 2012

Wiedereinmal war ich schwimmen

Heute bin ich seit langem mal wieder schwimmen gewesen. Diesmal war ich vorher auf einer Veranstaltung, und da dort in der Nähe ein Schwimmbad war, habe ich die Chance genutzt, es aufzusuchen.
Als ich herein kam, stellte ich erstmal fest, dass die Kasse im Moment unbesetzt war. Also habe ich gewartet und meinen Blick schweifen lassen. So sah ich einige Schlüssel an der Kasse liegen und eine Liste mit Nummern drauf, von denen einige durchgestrichen waren. Als dann die Kassiererin wieder da war, wurde meine Vermutung bestätigt, dass die Schlüsselausgabe an der Kasse erfolgt. Da vermutlich einige Leute beim herausgehen vergessen könnten die Schlüssel abzugeben, gibt es Pfand auf den Schlüsseln. Und ich wurde erst einmal gefragt, ob ich überhaupt einen Schlüssel möchte, das hat mich etwas irritiert aber ich habe das dann vorsichtshalber bejaht. Danach vermutete die Kassiererin , dass ich einen Schlüssel bei den Damen benötige, was ich dann ebenfalls bejahte. Den bekam ich dann auch ohne Probleme. Dann wurde mir noch erklärt wo ich langgehen muss zu den Damenumkleiden.
Dort zog ich mich dann um, und schloss meine Sachen weg. Wie vermutet waren nämlich die Schließfächer im Damenbereich, statt, wie mittlerweile oft üblich, in einem gemischten Bereich.
Als ich dann schwamm, sah ich einige Leute mit großen Taschen in die Halle kommen. Scheinbar benutzt also nicht jeder Schwimmgast die Schließfächer auch. Bei der überschaubaren Menge an Menschen ist das wohl auch kein Problem.
Es hat auf jedenfall sehr viel Spaß gemacht mal wieder schwimmen zu gehen. :)
Zum Abschluss noch ein aktuelles Bild von mir:

Sonntag, 16. September 2012

Schuhe

Ich war lange frustriert, dass ich keine Damenschuhe in meine Schuhgröße fand. Also es gibt natürlich einfach welche zu kaufen, aber die haben meistens einen ziemlich hohen Absatz, und bei meiner Körpergröße habe ich nicht so die Lust dazu auch noch ewig hohen Absatz zu tragen, ich will flache Schuhe.
Zum Glück hatte ich da immer Flip-Flops gefunden, sodass der Sommer kein Problem darstellt, aber im Winter sieht es da nicht so gut aus.
Ich habe also im Internet mal geschaut was es so gab, immer mal wieder. Vor ein paar Monaten wurde ich auf einer amerikanischen Seite fündig. Aber die liefern nicht nach Deutschland. Zumindest nicht an Privatpersonen. In meiner Stadt gibt es aber einen Händler für diese Schuhe, also bin ich dorthin gegangen, um mir welche zu bestellen. Allerdings war das auch nicht so einfach, denn der deutsche Distributor hatte zwar angeblich welche in meiner Größe vorrätig, aber nicht exakt die Schuhe, ich ich wollte. Das war aber Okay, die waren auch ganz schön. Also habe ich sie bestellt. Eine Woche später bekam ich eine Mail vom Händler, dass die Schuhe doch nicht lieferbar seien, es gäbe aber welche von einem anderen Hersteller. Also habe ich die dann bestellen lassen. Die mussten aber auch dann erst aus den USA geliefert werden. Das hat dann zweieinhalb Monate gedauert. In der Zwischenzeit war ich dann etwas frustriert, und der Sommer war auch nicht immer ganz warm, sodass ich eigentlich gerne mal eine Strumpfhose tragen wollte, aber mit Flip-Flops geht das schlecht.
Es gibt aber zum Glück eine Sorte Schuh, die von Frauen und Männern gleichermaßen getragen wird, und deshalb auch in meiner Schuhgröße existiert. Die habe ich mir dann in einer schönen Farbe im Internet bestellt. Es handelt sich einfach um Chucks.


Aber eigentlich hatte ich andere Schuhe bestellt. Nachdem ich die Chucks dann hatte, hat es noch einen Monat gedauert, bis endlich bei meinem Händler die Creeper ankamen. Und nach all der Zeit war ich doch etwas skeptisch, aber ich bin begeistert:

Die haben auch eine 3cm Dicke Creeper-Sohle, was letztlich diesen Typ Schuhe ausmacht. Sie sitzen sehr gut und sehen auch gut aus. :)
Ich hätte nun auch nicht gegen Schuhe, die an den Hacken auch einen Absatz von irgendwie 3cm haben, vorne an den Zehen aber nicht. Solcher Art Schuhe wirken einfach schön feminin, und wären auch mal ganz nett.

Donnerstag, 13. September 2012

Einfach Geschminkt

Gestern war ich mal sehr zufrieden mit meinem Make-Up. Also zufrieden bin ich eigentlich fast immer wenn ich vor die Türe gehe. Sonst würde ich das ganze wieder ändern, aber ich fand das von Gestern richtig gelungen, also habe ich das ganze heute wieder in etwa genauso gemacht, und auch fotografiert:
 Und hier nochmal samt Augen:
Es ist nicht besonders komplex, aber ich bin immer mal wieder dabei ein wenig zu ändern und auszuprobieren. Ich finde ich kann das schon ganz gut, wenngleich natürlich noch viele viele wunderschöne Make-Ups noch außerhalb meiner Fähigkeiten liegen. Ich schminke mich zwar schon seit knapp 10 Jahren regelmäßig, aber komplizietere Make-Ups habe ich dann doch zu selten ausprobiert, und dann auch immer mit nicht vorhandenem Erfolg. ;) Aber ich taste mich heran.